Rosalie
Fröhlich, zutraulich und tapfer
Rosalie ist ein Bergschaf und gehört gemeinsam mit Hilde zu unseren älteren, aber noch immer sehr aufgeweckten und aktiven Schafen. Rosalie und ihr Bruder Freddy kamen zusammen mit ihrer Halbschwester Hilde von Bekannten von Gitta und Rainer auf den Lebenshof. Die drei waren dort mit der Flasche aufgezogen worden. Weil schnell klar wurde, dass drei Schafe keine ausreichende Herde bilden und außerdem nicht genügend Platz vorhanden war, fanden sie schließlich bei uns ein Zuhause.
Rosalie selbst ist eine ausgesprochen menschenliebe Schafdame. Wenn jemand den Schafstall betritt, kommt sie gerne freudig angemäht – schließlich könnte es ja etwas zu fressen geben. Auch Streicheleinheiten nimmt sie gerne an und bei Schafwanderungen ist sie mit Begeisterung dabei.
Eine solche Wanderung wurde für Rosalie allerdings einmal zu einem sehr schlimmen Erlebnis. Ein fremder Hund griff sie an und verletzte sie trotz Maulkorb schwer. Rosalie wurde dabei verjagt und zunächst nicht gefunden. Zum Glück konnte die Polizei Rosalie schließlich finden.
Der Tierarzt gab ihr damals nur eine Überlebenschance von fünf bis zehn Prozent und wollte sie einschläfern. Doch Rosalie wurde nicht aufgegeben. Sie kam für zwei Monate zurück zu der Familie, von der sie ursprünglich stammte, und wurde dort intensiv gepflegt.
Die Mühe hat sich gelohnt: Rosalie wurde wieder fit. Die Spuren des Angriffs sind geblieben – sie hat keine Ohren mehr und ihre Lippe ist verletzt. Ihre Lebensfreude hat sie dadurch aber überhaupt nicht verloren. Rosalie geht weiterhin gerne mit auf Schafwanderungen, hat keine Angst vor Hunden, ist sehr zutraulich und lässt sich von Menschen gerne streicheln.

